Pfarrer Wilhelm Speicher stammt aus dem Saarland und versieht jetzt im Ruhestand seinen seelsorglichen Dienst in einer Kirchengemeinde am Bodensee. Neben der Ausübung seines Berufes, hat er von Jugend auf vielfältige schöpferische Kräfte entwickelt; sei es im homöopathischen Bereich, in der Poesie oder der Bildenden Kunst.
Auf dieser Seite sind einige seiner zahlreichen Holzschnitte zur Bibel zu sehen. Ausdrucksstark, voller Dynamik, tiefsinnig, so präsentieren sich seine Werke, die eine neue Perspektive für das Verständnis des Schrifttextes eröffnen können. Ergänzt werden die Bilder durch von ihm verfasste Texte. Meditieren Sie zentrale Ereignisse der Bibel anhand der Holzschnitte von Pfarrer Speicher.
© Alle Rechte beim Künstler.
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| "Verstoße
Hagar - deine Magd mit ihrem Knaben Ismael. Erbe mit Isaak - unserm Sohn darf er nicht werden!" Saras Worte verdrießen
Abraham. |
Gott
aber schlichtet den Streit, dass Friede bleibe im Hause Abrahams. "Höre auf Sara! |
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Warum vernahmen die Väter ihm zuvor, auch später nicht, Gottes rettenden Ruf? Hat der Vater der
Menschen |
Abrahams Herz hörte dies heilige Gebot, milder als Götzen-Opferspruch harter Heidentradition. Wird so zum Vater der
Völker, |
| Batseba
badet - König David zur Schau? David schaut die schöne Frau, und sie empfängt. Dies Bös-Geheime |
"Dass
Urija falle!", ein Mann der Treue, ehrlos, vom Feinde, verbrieft durch Verrat. Gott aber sieht. |
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Ninive Rettung zu
bringen wird Jona ausgesandt. Ihr Schicksal legt Gott in eines Menschen Hand. |
Jona weigert sich, flieht, taucht unter in's Meer. Doch erneut zum Auftrag ergreift ihn der Herr. Menschen- und Weltnot zu beheben |
| Seht, dort naht, den Gott sendet. Leben für die Wüsten der Welt. |
Er
ist der Heilige, das Lamm, das sühnt und siegt über Sündentorheit und Tod. Lasst die Straßen der
Laster, |
| Perle, kostbar, rein, lange gesucht, jetzt in des Kaufmann's Hand, als sei sie sein. |
Doch übermaßen wächst ihr Glanz, überrand - schließt rings ihn ein. Sich ihr zu lassen, |
| Jesus ruft Petrus zu: "Komm über's Meer!" Petrus geht über's Wasser, bevor er's erwägt, glaubt, und es trägt. Da naht aus dem Raum |
"Mich schlingt das Meer!", schreit er, "rette mich, Herr!" Der reicht seine Hand, führt ihn zum Bootesrand. Über die Wasser Viele sinken unter |
| Groß Glück! Gewonnen! Der Letzten Letzter, dass ich noch begonnen, darum mein Tanz. Meine Freude, |
Was man bot? Mehr wenig als viel. Zwischen zwei Fingern reicht's zum Spiel, dafür sich plagen? Von Zeit und Hitze Der Herr aber spricht: |
| Schützend beugt er sich über die schlafende Kirche. Beim Abendmahle |
Sein
Ja der Vermählung spricht er betend, bittend, zum Menschen, zum Vater und verbindet beide, weit ausgestreckt, Welt und Himmel. |
| Panik - das Schiff von Brechern umhergerissen; der Herr aber schläft auf einem Kissen: Da - Schreie durch Gischt |
Schon steht er da, ruft dem Sturme zu: "Schweige!" und Ruh ist weit und nah. Dann aus der Stille |
| "Den Staub vom Fuße schüttelt, wo euer Wort nicht ankommt!" |
Geht
fort - nehmt mit Segen und Frieden, den ihr dort angeboten. Verlasst diese Stätten, |
| Den Herrn, beseit, herrscht Petrus an: "Nach Jerusalem gehst nicht!" Festen Blickes, Jesus
widerspricht: |
"Mir
gleich, am Kreuze, kommst auch du zu Ehren, das jetzt du Schande heißt." Dem Kreuz wird jeder
unterzogen, |
| Sie stehen, sehen seine Not. Gehen vorbei an Trümmern, an ihm, zwischen Leben und Tod. "Soll er liegen, |
Einer
nur, sein Herz ist weit, lässt gehn die Zeit, lässt stehn sein Brot, sieht nur die Not, ist bereit. Packt zu ohne Wort, |
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Drachme - einer Frau, verlorener Lohn, seit Tagen schon. Sie fegt die Stube aus, |
Genauso ist Gott froh, wenn jemand verirrt, sich heimholen lässt. Auch ihm ist's ein Fest. wenn niemand dort |
| Herr! Mein Tränengesicht deckst du vor Klägern. Sie fordern Gericht, um mich zu töten. |
Du bist's, der spricht: "Wer rein - werfe den Stein!" Da fliehen sie dein Licht, selbst in Schamesnöten. Deine Hand aber hält |
| Eingeholt hat ihn die Flamme, mitten im Vorwärtsrasen: |
Das Feuermeer, das er entzündet; wird von rückwärts ihn selber fassen, ein glühender Mantel dem eigenen Lande. Nichts bleibt als Asche |