Xavier Alangaram
(Steyler Missionar, * 1973 in Indien)
I ch kann
nicht etwas geben, was ich nicht habe.
Ein Verkünder des Evangeliums muss zuerst "evangelisiert"
sein. Ich
kann das Wort Gottes nicht verkünden, wenn ich es nicht
gehört habe, noch kann
ich die Kraft des Geistes Gottes anschaulich machen, wenn ich sie nie
erfahren
habe.
J esus
lebt, das Wort Gottes lebt, davon will ich Zeugnis geben - keine Angst,
wir leben noch und die Kirche lebt weiter, dazu kann jeder seinen
kleinen Beitrag leisten.
Hl. Ambrosius
(Bischof von Mailand und lateinischer Kirchenvater,
* 339 in Trier, † 397 in Mailand)
L est
und meditiert das Wort Gottes jeden Tag,
nehmt Mose, Jesaja, Petrus, Paulus, Johannes als Ratgeber... Redet mit
ihnen,
meditiert mit ihnen den ganzen Tag.
Bogdan Anzorge
(Steyler Missionar, * 1955 in Polen)
D abar (hebr.: das Wort, hier: das Wort
Gottes) ist die Quelle meiner Kräfte und Inspiration in meiner Seelsorge.
Athanasius
(Bischof von Alexandrien und griechischer Kirchenvater,
* 295, † 373)
U m die
Heilige Schrift zu verstehen, muss einer einen rechtschaffenen
Lebenswandel führen, mit reinem Herzen und mit einer Tugend,
die sich nach
Christus gebildet hat, hinzutreten, um die Wahrheit erfassen zu
können, soweit
dies dem menschlichen Geiste gegeben ist.
Hl. Augustinus
(abendländischer Kirchenlehrer, * 354
in Tagaste-Numidien, † 430 in
Hippo)
W enn
du die Heilige Schrift liest, spricht
Gott zu dir.
D as
Wort Gottes gleicht einer Fischangel, die
dann ergreift, wenn sie ergriffen wird.
D as Wort Gottes ist der Gegner deines
Willens, bis es der Urheber deines Heiles wird. Solange du dein eigener
Feind bist, ist auch das Wort Gottes dein Feind. Sei dein eigener Freund,
dann ist auch das Wort Gottes mit dir im Einklang.
Gottfried Bachl
A lles
ist gesprochen, denn du bist das Wort, aber unsere Ohren verirren sich
jeden Tag
im Labyrinth deiner Dialekte.
Ingo Baldermann
(em. Prof. für evg. Theol, Siegen)
D ie Bibel ist ein Buch der verzweifelten
Fragen und der ungeduldigen Sehnsucht.
Hans Urs von Balthasar
W er
nicht zuerst auf Gott hören will, hat
der Welt nichts zu sagen.
Horst Bannach
(deutscher evangelischer Theologe, * 1912,
† 1980)
W er
in der Bibel zu lesen beginnt, der stellt
die üblichen Fragen, ungeduldige, unverständige,
hochmütige Fragen. Alle
diese Fragen bleiben ohne Antwort. Wer trotzdem weiterliest, dem
beginnt die
Bibel ihre Fragen zu stellen. Wer ihnen nicht ausweicht, findet das Tor
zum
Leben.
William Barclay
(Pastor der Kirche von Schottland, Professor für Theologie und Exegese,
Autor, Radio- und Fernsehpräsentator, *1907 in Wick, 1978 in Glasgow)
J edermann ist die Bibel, das Wort Gottes,
zugänglich. Es kostet uns nichts. Es hat eine Zeit gegeben, in der es für
Menschen den Tod bedeutete, die Bibel in der Muttersprache zu lehren.
S päter dann saßen die Menschen allabendlich
beisammen, um Gottes Wort in englischer Sprache zu lesen und zu hören.
"Manche gaben fünf Mark (heutiger Wert ca. 250 EUR), einige mehr, andere
weniger für ein Buch; wieder andere gaben ein Fuder Heu, um ein paar
Kapitel von Jakobus oder Paulus in englischer Sprache zu erhalten".
K ein Buch ist so kostbar wie die Bibel.
Heute droht ihr die ernstliche Gefahr, zu den "Klassikern" zu gehören -
ein Buch zu sein, das alle dem Namen nach kennen, das jedoch niemand mehr
liest.
W ir genießen das Vorrecht, die Bibel zu
besitzen, und damit zugleich die Verpflichtung, Rechenschaft über sie
abzulegen.
Dolores Bauer
(Journalistin, Wien)
D ie Weltgerichtsrede Jesu (Mt 25,31ff)
hat mich mündig gemacht und mir gezeigt, was Kirchenverantwortung und
Christenmut bedeuten: Für Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten, ob
gelegen oder ungelegen und dem eine geschwisterliche Hand zu reichen, der
gerade meine Hilfe nötig hat.
Papst Benedikt XVI.
(Joseph Ratzinger, * 1927 in Marktl am Inn. Papst ab
2005)
D ie
Kirche ist eine Gemeinschaft, die das
Wort Gottes hört und es verkündet.
D ie Kirche lebt nicht von sich
selbst, sondern vom Evangelium und schöpft aus dem Evangelium
immer aufs neue Orientierung für ihren Weg.
N ur wer zuerst und vor allem auf das Wort Gottes hört, wird es dann auch verkünden können.
D ie Kirche weiß nur allzu gut, dass Christus in den Heiligen Schriften lebt.
D
ie liebende Gegenwart Gottes durch sein Wort ist das Licht, das die
Finsternis der Angst vertreibt und den Weg auch in den schwierigsten
Augenblicken erhellt.
K
irche und Wort Gottes sind untrennbar miteinander verbunden. Die Kirche
lebt vom Wort Gottes, und das Wort Gottes ertönt in der Kirche, in ihrer
Lehre und in ihrem ganzen Leben.
D
er Mensch braucht Brot, braucht die Nahrung des Leibes, aber er braucht im
Tiefsten vor allem das Wort, die Liebe, Gott selber.
D
as Wesen der Kirche drückt sich in einem dreifachen Auftrag aus:
Verkündigung von Gottes Wort, Feier der Sakramente, Dienst der Liebe. Es
sind Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und sich nicht voneinander
trennen lassen.
L
iebe Jugendliche, ich fordere Euch auf, Euch mit der Bibel vertraut zu
machen, sie immer bei der Hand zu haben, damit sie euch gleichsam zum
Kompass werde, der den Weg weist, dem man folgen muss. Wenn ihr sie lest,
werdet ihr Christus kennen lernen.
H. Berkhof
D as
Wort bringt den Geist an die Herzen heran, der Geist bringt das Wort in
die Herzen hinein.
Albert Marie Besnard
M editieren
heißt,
das Evangelium so lange nachlesen, bis man sagen kann: Was da
geschrieben steht, das bin ich, das ist mein Leben.
Enzo Bianchi
W enn
du die Bibel zur Hand genommen hast,
lege sie ehrfürchtig vor dich hin, weil sie der Leib Christi
ist, sprich die
Epiklese, das heißt, rufe den Heiligen Geist an. Der Hl.
Geist hat das Wort
hervorgebracht, es der Kirche gegeben und bis hin zu dir unversehrt
bewahrt.
Bibeljahr 2003
D ie
für die Christen Heilige Schrift, die Bibel, vermag Menschen
in der Überzeugung zu stärken, dass sie nicht einfach
ins Dasein geworfen sind, sondern dass sie leben, weil Gott es will.
Das schenkt dem menschlichen Leben eine unüberbietbare
Würde. Die Bibel will den Glauben an den dreieinigen Gott
wecken und damit unter anderem auch Nächstenliebe und
Solidarität, Zivilcourage und Friedensbereitschaft
stärken. Christen erkennen in der Bibel Gottes Wort, das ihnen
Klarheit zu verschaffen vermag in den wichtigen existentiellen Fragen
der Menschen, dem Sinn ihres eigenen Lebens.
D as
biblische Zeugnis von der Auferstehung des Jesus von Nazaret
begründet eine verlässliche und tragfähige
Hoffnung, durch die der Mensch sich auch seine eigene Schuld und sein
Versagen eingestehen, Vergebung und Versöhnung erbitten und
die Botschaft eines Lebens über den Tod hinaus hören
kann. Wer Orientierung im Leben und Hoffnung im Sterben sucht, der
greife zur Bibel. Vorstand der
Aktion
D ie
für die Christen Heilige Schrift, die Bibel, vermag Menschen
in der Überzeugung zu stärken, dass sie nicht einfach
ins Dasein geworfen sind, sondern dass sie leben, weil Gott es
will. Vorstand der Aktion
D ie
Bibel will den Glauben an den dreieinigen Gott wecken und damit unter
anderem auch Nächstenliebe und Solidarität,
Zivilcourage und Friedensbereitschaft
stärken. Vorstand der
Aktion
Wolf Biermann
(Dt. Liedermacher und Lyriker, * 1936 in Hamburg)
S ie müssen das Licht der Bibel nicht so
unter den Scheffel stellen. Die Bibel ist und bleibt das wichtigste
Erfahrungsbuch der Menschheit.
D ie Bibel ist das erste große Kompendium, in
dem alle Erfahrungen, die wir Menschen miteinander haben können,
dargestellt sind.
Bischofssynode 2001
D as
Evangelium Christi erweist sich heute noch als Lebenskraft und als das
Wort, das die Völker humanisiert und zu einer Familie werden
lässt; es fördert über sprachliche,
rassische oder religiöse Unterschiede hinaus das Wohl aller.
D as
Evangelium war, ist und wird in der zeitlichen Geschichte der Menschen
ein Ferment der Freiheit und des Fortschritts, der
Brüderlichkeit, der Einheit und des Friedens sein.
D ie
Kirche erwächst vor allem aus dem Wort;
sie ist "creatura Verbi" [Geschöpf des Wortes] unter dem
belebenden
Hauch des Heiligen Geistes.
Ernst Blöckl
(Domdekan in München)
D er
Mensch sucht nach Sinn, Ziel und
Gestaltung seines Lebens und findet Antworten in der Geschichte Gottes
mit den
Menschen: der Bibel.
Johann Christoph Blumhardt
(Heilender Pfarrer und Pietist, * 1805,
† 1880)
V iele
nehmen es nicht persönlich genug, dann entschwindet Gott, und
das Wort bleibt zurück, aber dann ist's nicht mehr die Kraft -
dann nehmen es viele nicht als Wort Gottes und haben nichts mehr davon.
M an
muss sich sehr hüten, dass man das Wort
Gottes nicht menschlich nimmt, nicht zu äußerlich, -
das, was Gott gesprochen
hat, repräsentiert seine Person, und ich möchte fast
sagen: Nicht dieses Wort
gibt mir da jetzt etwas, nicht die Bibel, sondern Gott in der Bibel.
Heinrich Böll
(dt. Schriftsteller, Übersetzer, * 1917 in Köln; † 1985 in
Kreuzau-Langenbroich)
G ut ist es, immer Kerzen, die Bibel und
ein wenig Whiskey im Hause zu haben, wie Seeleute, die auf Sturm gefasst
sind; ... denn der Sturm hat viel Atem, der Regen hat viel Wasser, und die
Nacht ist lang.
(in: "Irisches Tagebuch")
Bernhard Bollig
(Pfarrer)
D ie
Bibel berührt alle Bereiche des
menschlichen Lebens.
Dietrich Bonhoeffer
(evangelischer Theologe, wegen seines Glaubens im KZ
hingerichtet, * 1906 in
Breslau, † 1945 in Flossenbürg)
I ch
glaube, dass die Bibel allein die Antwort
auf all unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und
demütig zu fragen
brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.
Phil Bosmans
J esus
ist das Wort, nicht nur durch das, was
er sagt oder was er tut, sondern vor allem durch das, was er ist.
Robert Boyle
(Englischer Naturforscher, * 1627 in
Lismore/Irland, † 1691 in
London)
N eben
die Bibel gehalten sind alle menschlichen Bücher, auch die
besten, doch nur wie Planeten, die alle ihr Licht und ihren Glanz von
der Sonne empfangen.
Arik Brauer
(Dt. Maler, Sänger, Dichter, * 1929. Bezeichnet sich als Agnostiker.)
I ch sehe die Bibel als ein alles
überragendes Kunstwerk, und in diesem Sinne hat sie gewissermaßen etwas
Überirdisches.
Wilhelm Bruners
(Katholischer Theologe in Jerusalem, * 1940)
D arum
sollen wir die Bibel erzählen, spielen, singen - auf allen
Wegen den Menschen nahe bringen. Denn in der Bibel leben unsere
eigentlichen Vorbilder im Glauben.
W enn
wir etwas über die Entwicklung unseres
Glaubensweges wissen wollen, durch wen und mit wem wir glauben lernen
können,
dann bleibt die Bibel das hervorragende Buch.
Johannes Busch
E s
gibt begnadete Maler, die mit wenigen Strichen eine ganze Landschaft
festhalten können. Ich glaube, in dieser Kunst ist auch die
Heilige Schrift Meisterin. Sie sagt nur ein paar Worte; aber es will
uns scheinen, als hätte sie mit einem Schlage uns alle und
unsere Lage erfasst.
Johannes Calvin
(Reformator französischer Abstammung und Begründer des Calvinismus, *
1509 in Noyon; † 1564 in Genf)
W enn Gottes Wort unseren Weg nicht
erhellt, ist unser ganzes Leben in Dunkelheit und Nebel gehüllt, so dass
wir zwangsläufig erbärmlich in die Irre gehen.
Veronica Carstens
(Frau des ehem. dt. Bundespräsidenten)
I ch
lese jeden Abend einen Abschnitt aus der Bibel. Das schenkt mir Ruhe
und Gelassenheit - mehr noch: das Gefühl der Geborgenheit bei
Gott. Ich kann die Ereignisse des Tages dadurch besser verarbeiten und
gewinne Klarheit.
Marc Chagall
(Russischer Maler und Grafiker, * 1887 in
Weißrussland, † 1985 in
Südfrankreich)
V on
meiner Kindheit an hat mich die Bibel mit Visionen über die
Bestimmung der Welt erfüllt... In Zeiten des Zweifelns haben
ihre Größe und ihre hohe dichterische Weisheit mich
getröstet. Sie ist für mich wie eine zweite Natur.
Gilbert Keith Chesterton
(Englischer Buchautor und Journalist, * 1874 in London; † 1936 in
Beaconsfield).
D ie Rätsel Gottes sind befriedigender als
die Lösungen der Menschen.
Hl. Johannes Chrysostomus
(Griechischer Kirchenlehrer, * um 345 in
Antiochia, † 407 in Komana bei
Kayseri)
U m
erwachsene Christen zu werden, müsst ihr euch mit der Schrift
vertraut machen.
G ott
übergab uns sein Wort, wie er Adam den Garten Eden gab: dass
er ihn baue und bewahre.
D as
Buch der Bücher gleicht einer Quelle, die beständig
fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man
daraus schöpft.
G eht
nach Haus und deckt zwei Tische, einen
für die Schüsseln mit der Speise, den anderen mit den
Schüsseln der Heiligen
Schrift. Macht euer Haus zur Kirche.
Matthias Claudius
(Deutscher Dichter, * 1740 in
Reinfeld/Holstein, † 1815 in Hamburg)
W ir
wissen so wenig, wo wir herkommen, als wo wir hingehen, noch was wir
hier eigentlich sollen und sind: und wir haben nichts in
Händen, darauf wir uns verlassen und damit wir uns
trösten und unser Herz stillen können. Aber Gott hat
unser Herz gestillt durch seine Schrift, die er selbst frommen und
heiligen Männern eingegeben hat, und die darum die Heilige
Schrift, die Offenbarung oder die Bibel, das Buch der Bücher,
genannt wird. In diesem Buch finden wir Nachrichten und Worte, die kein
Mensch sagen kann, Aufschlüsse über unser Wesen und
über unseren Zustand und den ganzen Rat Gottes von unserer
Seligkeit in dieser und jener Welt. So hoch der Himmel ist
über der Erde, dieser Rat über alles, was in eines
Menschen Sinn kommen kann; und ihr könnet diese Schrift nicht
hoch und wert genug haben und halten. Doch ist sie, versteht sich,
immer nicht die Sache, sondern nur die Nachricht von der Sache.
W enn
Jesus sagt: "Friede sei mit euch", so haben wir unser ganzes Leben zu
tun und werden es wohl im Himmel erst verstehen lernen, was das einzige
Wort Friede in seinem Munde heiße.
W as
in der Bibel von Jesus steht, alle die
herrlichen Sagen und herrlichen Geschichten, sind freilich nicht er,
sondern nur
Zeugnisse von ihm, nur Glöcklein am Leibrock; aber doch das
Beste, was wir auf
Erden haben, und so etwas, das einen wahrhaftig freuet und
tröstet, wenn man
hört und sieht, dass der Mensch noch etwas anders und Besseres
werden kann, als
er sich selbst gelassen ist.
Cyprian von Karthago
(Kirchenschriftsteller, * um 200 in Karthago,
† 258 in Karthago)
D eine
ständige Beschäftigung sei das Gebet oder das Lesen
der Heiligen Schrift. Bald rede du mit Gott, bald lass Gott mit dir
reden.
Anthony de Mello
(Jesuit, spiritueller Lehrer und Autor, * 1931 in Santa Cruz, Bombay,
Indien; † 1987 in New York, USA)
M ystik ist die Kunst, im eigenen Herzen das
gehörte Wort Gottes so zu erleben und zu spüren, dass man davon verwandelt
wird.
Madeleine
Delbrêl
(Christliche Sozialarbeiterin in kommunistischem Umfeld,
* 1904 in Mussidon/Dordogne,
† 1964 in Ivry/Paris)
D ie
Worte der menschlichen Bücher werden
verstanden und erwogen. Die Worte des Evangeliums erlitten und
ausgehalten. Wir
verarbeiten die Worte der Bücher in uns. Die Worte des
Evangeliums durchwalken
uns.
Ferdinand Demes
(Steyler Missionar, * 1929, † 2006)
W as
ist Ihre Lieblingslektüre? - An erster
Stelle steht für mich die Bibel. Dann Humor. Hier schaue ich
am liebsten in das
Buch des Kölner Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch "Das
Schwere leicht
gesagt". Und an dritter Stelle Bücher von und über
Frauen und Männer des
Widerstandes.
Klaus Douglass
W ir
können das allgemeine Priestertum in
unseren Gemeinden nur aktivieren, wenn wir bei den Menschen eine Liebe
zur
Heiligen Schrift wecken.
W ie
anders soll ein Christ mündig werden,
wenn er sich nicht dort verankert, wo Gott selber spricht?
D ie
Mündigkeit der Gemeinden wie der
Christen überhaupt entsteht am Lesen der Heiligen Schrift.
Darum ist es einer
der wichtigsten Aufgaben von uns Pastoren, die Menschen in unseren
Gemeinden
dazu zu motivieren und zu befähigen, selbst in der Bibel zu
lesen und das
Gelesene in die Praxis des alltäglichen Lebens, aber auch in
die Praxis der
Gemeinde umzusetzen.
Timothy Dwight
(Amerikanischer Geistlicher und Erzieher,
* 1752, † 1817)
D ie
Bibel ist ein Fenster in dieser engen Welt, durch das wir in die
Ewigkeit zu schauen vermögen.
Meister Eckehart
(Deutscher Mystiker, * um 1260 in Hochheim bei
Gotha, † 1327 in Avignon?)
D arum ist
die ganze Schrift geschrieben worden,
darum hat Gott die ganze Welt geschaffen: damit Gott in der Seele
geboren werde
und die Seele wiederum in Gott.
D as ewige
Wort wird nur in der Stille laut.
Ecker
Z weimal
schrieb in goldnen Lettern Gott an seine Kreatur: in der Bibel und in
der Natur.
Ephräm der Syrer
(Bedeutender syrischer Schriftsteller, * 306,
† 373)
D ie
Bibel gleicht einem Acker, der nie abgeerntet werden kann und deshalb
nie öde und leer daliegt. Sie gleicht einer Quelle, die
beständig fließt und um so reichlicher
strömt, je mehr man daraus schöpft.
Maria Eschbach
(Deutsche Schriftstellerin, * 1923)
Die täglichen Lesungen, das Beten und Singen von Bibel-Texten und
Liedern sind für mich die geistig-geistliche Nahrung, von der ich
spirituell lebe. In der Erfahrung von inzwischen mehr als acht Jahrzehnten
zeigt sich, dass die Bibel mir zum Buch der Bücher geworden ist. Meine
Begegnung mit der Heiligen Schrift hat sich von früh an in den gegebenen
Wachstumsstufen zu einer ganz persönlichen Umgangsform erweitert und
vertieft. Vor allem in Phasen schwerer Lebens-Durchgänge erweist sich das
verweilende Eintauchen in das Wort Gottes als wegweisend.
Evangelische Kirche in Deutschland, 2001
D as
Geschenk des Evangeliums, das der Kirche
anvertraut ist, wird um so wertvoller, je mehr sie es mit den Menschen
teilt.
Ludger Fest
S etz
dich hin, schließ die Tür, mach die
Musik aus, leg den Terminkalender weg, gönn deinen
Händen eine Ruhepause,
scheuch alle störenden Gedanken beiseite, schlag die Bibel auf
und lies,
nachdem du andere Bücher aus der Hand gelegt hast, lass dir
Zeit, denn: Jesaja
50,4b-5; 1 Könige 19,11-13; Lukas 10,38-42.
W enn du Gottes Anruf spürst, dann: Steh
auf, überwinde deine inneren Widerstände, bleibe nicht sitzen, sei nicht
zu bequem, suche keine Ausflüchte, stell dich dem, was du im Sitzen
erfahren hast, entfalte deine ganze Größe und mach dich nicht kleiner als
du bist, denn: Jakobus 2,14-17; Lukas 10,30-37; Jesaja 50,4a; Markus
3,31-35
Ulrich Fick
(Oberkirchenrat i.R., ev. Kirche)
E in
Christ ohne die Bibel ist wie ein Flussbett ohne Wasser.
Charles de Foucauld
(Französischer Mönch, * 1858 in Straßburg, † 1916 in Tamanrasset)
M an
versteht das Evangelium nicht, wenn man es nur
liest; man versteht es nur, wenn man es tut.
Hl. Franziskus von Assisi
(Italienischer Ordensstifter, * 1181/2 in
Assisi, † 1226 ebenda)
D ie
Heilige Schrift lesen, heißt von Christus Rat holen.
Gertrud Fussenegger
M ag
sein, dass jede - also auch unsere - Zeit ihre eigenen Mythen
hervorbringt und deren Helden feiern will. Ich frage mich freilich, ob
die neuen "Storys" die große alte Menschheitsdichtung der
Bibel ersetzen können.
|
Galileo Galilei
(Bahnbrechender italienischer Physiker und Astronom, * 1564 in Pisa,
† 1642 in Arcetri)
D ie Heilige Schrift kann nie lügen oder
irren. Ihre Aussprüche sind absolut und unverletzlich wahr. Sie selbst
kann nie irren, nur ihre Ausleger können in verschiedener Weise irren,
denn an vielen Stellen ist sie einer vom unmittelbaren Wortsinn
verschiedenen Auslegung nicht bloß fähig, sondern auch bedürftig.
D ie Heilige Schrift und die Natur kommen
beide vom göttlichen Worte her, jene als Eingebung des Heiligen Geistes,
diese als Ausrichterin der göttlichen Befehle.
Paul Gerhardt
D ein Wort, das ist geschehen: ich kann das
Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet.
Gertrud von Le Fort
(Dichterin, * 1876 in Minden, † 1971 Oberstdorf)
W enn Gott lange schweigt, dann will er
reden.
Johann Wolfgang v. Goethe
(Deutscher Schriftsteller, * 1749 in Frankfurt am Main, † 1832 in
Weimar)
... d ie Bibel ist ein ewig wirksames Buch,
weil, solange die Welt steht, niemand auftreten und sagen wird: Ich
begreife es im ganzen und verstehe es im einzelnen. Wir aber sagen
bescheiden: Im ganzen ist es ehrwürdig und im einzelnen anwendbar.
I ch bin überzeugt, dass die Bibel immer
schöner wird, je mehr man sie versteht.
I ch weiß nicht, ob man die Göttlichkeit der
Bibel einem beweisen kann, der sie nicht fühlt. Wenigstens halte ich es
für unnötig. Das Buch bleibt, was es ist, und wird nicht dazu, wozu es
dieser oder jener machen möchte.
J ene große Verehrung, welche der Bibel von
vielen Völkern und Geschlechtern der Erde gewidmet worden, verdankt sie
ihrem inneren Wert. Sie ist nicht etwa nur ein Volksbuch, sondern das Buch
der Völker, weil sie die Schicksale eines Volkes zum Symbol aller übrigen
aufstellt.
Papst Gregor der Große
(Heiliger, * um 540 in Rom, † 604 ebenda)
G ib Dir also Mühe, ich bitte Dich, und
betrachte täglich die Worte Deines Schöpfers. Lerne das Herz Gottes in
Gottes Worten kennen...
D ie Bibel ist wie ein Strom, der so flach
ist, dass ein Lamm daraus trinken kann, und so tief, dass ein Elefant
darin baden kann.
Bi. Conrad Gröber
(ehem. Erzbischof von Freiburg, * 1872 in Meßkirch; † 1948 in Freiburg
i. Br.)
Das Gotteswort ist wie eine Notenschrift auf Papier, die nach dem
Instrumente sich sehnt, das plötzlich ihr geheimnisvolles Leben
erschließt. In sich unvergänglich und ewig jung, hat es doch, je nach dem
Resonanzboden der Zeit, einen ganz verschiedenen Klang.
Anselm Grün
D as gesungene Wort Gottes bringt das Herz
zum Schwingen. Es heilt das verletzte Herz. Es erhellt die Dunkelheit der
Seele. Es vertreibt die Traurigkeit. Es bringt den Menschen in Berührung
mit seiner Freude, die auf dem Grund seiner Seele bereitliegt.
D u hast mir dein Wort geschenkt, das mein
Herz berührt hat. In deinem Wort habe ich gespürt, was wirkliches Leben
ist.
D ein Wort hat meinem Leben einen neuen
Geschmack, einen göttlichen Geschmack, den Geschmack der Liebe geschenkt.
Romano Guardini
(katholischer Religionsphilosoph, * 1885 in Verona, † 1968 in München)
D as Wort Gottes kommt aus Gott; so kann auch
nur aus Gott der Sinn kommen, der es vernimmt.
Es ist der Sinn für Gott; der Sinn für die Offenbarung; der Sinn für
Gottes Führung und Unterweisung
V on der Hl. Schrift ist ja gesagt, dass
alles, was drin steht, "uns zum Heil" geschrieben sei. Wenn wir still und
gesammelt lesen, dann bleiben wir vielleicht plötzlich an einem Wort
hängen. Es bekommt eine innere Lebendigkeit; es wird hell, es geht uns
nahe, wir verstehen es neu. Dann ist es uns "gegeben", und wir müssen uns
darum bemühen.
D ie Worte der Schrift, die heiligen Worte,
sind voll des Lebens Gottes. Göttliche Gestaltkräfte, Weisekräfte,
Keimkräfte sind in ihnen. Christus sagt: "Die Worte, die ich zu euch
geredet habe, sind Geist und Leben..." Und von diesen seinen Worten redet
er wie von lebendigen Wesen, wenn er sagt, dass seine Worte "in uns
bleiben sollen".
W enn die Stunde kommt, dass einem aus der
Schrift ein Wort gegeben wird, und einer nimmt es auf, dann wächst es und
wirkt. Das ist dann der, "der das Wort vernimmt und es versteht und Frucht
trägt in Geduld".
Z u jedem Reden gehört das entsprechende Ohr.
Das Hören muss im nämlichen Raum und aus nämlicher Kraft geschehen, wie
das Sprechen. Das Wort Gottes kommt aus Gott; so kann auch nur aus Gott
der Sinn kommen, der es vernimmt.
D as Wort Gottes recht zu vernehmen, heißt
aus seinem Worte Ihn selbst zu vernehmen suchen. Wohl auf das zu lauschen,
was gesprochen wird; aber darin auf den Sprechenden selbst.
Vizeprior Guido
D ie Frage ist nicht, ob man katholisch oder
reformiert oder lutherisch ist, sondern ob man in der Bibel verwurzelt
ist. (Äußerung im Blick auf die Schwestern und Brüder des ökumenischen
Klosters Bose/Italien).
Santiago Guijarro
D er gläubige Mensch liest die Bibel nicht,
um mehr über sie zu erfahren, sondern um sein eigenes Leben zu verstehen
und ihm eine Richtung zu geben.
Thies Gundlach
I ch träume von einer Atmosphäre in der
Kirche, in der das Evangelium neu erlebbar wird.
Tilmann Haberer
(* 1955, ev. Seelsorger)
M ein Wunsch ist, dass die Kirche
wirklich aus der Erfahrung des frei machenden Evangeliums heraus lebt.
Gaby Hable
I n
der Bibel gibt es viele "Steh auf und
geh!"-Erzählungen. Auch ich möchte meinen Standpunkt
immer wieder
verlassen, mich auf den Weg begeben. Er, auf den ich mich einlasse und
verlasse,
ruft mich, aufzustehen, weil er selbst aufgestanden ist gegen den Tod,
weil er
auferstanden ist.
Peter Hahne
(Deutscher Journalist)
I n
einer Welt der schlechten Nachrichten ist die biblische Botschaft die
gute Nachricht schlechthin.
W er
die Bibel liest, sieht fern: Sein
Horizont bekommt Ewigkeitsdimensionen.
W er
die Bibel nicht liest, ist schlecht
informiert.
Johann Georg Hamann
(Deutscher Philosoph und Schriftsteller,
* 1730, † 1788)
D ie
Heilige Schrift sollte unser Wörterbuch, unsere Sprachkunst
sein, worauf alle Begriffe und Reden der Christen sich
gründeten, woraus sie bestanden und zusammengesetzt wurden.
Thomas Heck
(Steyler Missionar, * 1967)
D ie
Bibel bietet uns den Wortschatz für die Kommunikation mit Gott.
W er
nicht bereit ist, aufzubrechen und Gott zu suchen, der braucht auch
nicht zu erwarten, dass ihn die Bibel vom Hocker reißt.
Sven Hedin
(schwedischer Geograf und Reiseschriftsteller, * 1865, † 1952, )
O hne die lebendige und gewisse
Zuversicht zum Herrn und seiner allmächtigen Bewahrung wäre es unmöglich
gewesen, zwölf Jahre lang in den unzugänglichen Gebieten von Asien
auszuhalten. Auf meinen sämtlichen Reisen ist die Bibel stets mein
Begleiter und meine beste Lektüre gewesen.
Heinrich Heine
(Deutscher Dichter, * 1797 in
Düsseldorf, † 1856 in Paris)
... u nd
ich verdanke meine Erleuchtung ganz einfach der Lektüre eines
Buches - eines Buches? Ja, und es ist ein altes schlichtes Buch,
bescheiden wie die Natur, auch natürlich wie diese... und
dieses Buch heißt auch ganz kurzweg das Buch, die Bibel...
Mit Fug nennt man diese auch die Hl. Schrift; wer seinen Gott verloren
hat, der kann ihn in diesem Buche wiederfinden, und wer ihn nie
gekannt, dem weht hier entgegen der Odem des göttlichen Wortes.
D ie
Bibel, welch ein Buch! Groß und weit wie
die Welt, wurzelnd in den Abgründen der Schöpfung und
hinaufragend in die
blauen Geheimnisse des Himmels. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang,
Verheißung
und Erfüllung, Geburt und Tod, das ganze Drama der Menschheit,
alles ist in
diesem Buch. Es ist das Buch der Bücher, Biblia.
Bi. Franz Hengsbach
S ind nicht unsere Ohren den Worten der
Hl. Schrift, den Worten des Glaubens weithin so entwöhnt, dass wir sie
kaum mehr verstehen? Und übertönt nicht die Welt mit ihren schrillen
Lautsprechern alle leisen Worte, die zum Herzen vordringen möchten?
Otto Henning
(Steyler Missionar, * 1929)
"G ott hat seine Hand im Spiel", das ist für
mich eine ganz wichtige Aussage. Und das ist wunderschön nahezu auf jeder
Seite der Bibel dargestellt. Z.B. in dem ganz gewöhnlichen Gespräch
zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen. Die Frau erkennt in
Jesus den Messias. Da wirkt Gott.
Peter Herrlein
S teh auf und geh! Verliere dich in
deiner Sprachlosigkeit und finde dich Wort für Wort in Jesu Botschaft
wieder. Steh auf und geh! Suche deinen Weg in Seinem Weg. Suche deine
Wahrheit in Seiner Wahrheit. Finde dein Leben in Seinem Leben.
Hermann Heyer
D ie
Bibel ist der Ort, an dem ich von Gott "meditiert" werde: Er sucht mich
- kommt auf mich zu - tritt ein... nicht gewaltsam - erst wenn ich ihm
öffne.
U nd
er spricht mit mir. Sein Sprechen teilt
den Schleier vor meinen Augen und zeigt mir die Wahrheit. Sein Wort
erreicht den
Grund meiner Existenz, ermächtigt und bewegt mich aus
innerster Mitte heraus.
D ie
Bibel öffnet den Abgrund, aus dem jegliches seinen Ursprung
tut, und reicht bis zum fernsten Horizont der Zukunft, in den hinein
alles, sich vollendend, verliert.
I n
der Bibel trifft der Mensch auf Gott. Beim Meditieren der Bibel wird er
eins mit ihm.
Hl. Hieronymus
(Kirchenvater, * um 347 in Stridon/Dalmatien,
† 420 in Bethlehem)
E s hat
doch, ich weiß nicht wie, eine verborgene
Energie diese lebendige Stimme, dieses lebendige Wort.
Karl Hilty
(Schweizerischer Staatsrechtler, * 1833 in
Werdenberg, † 1909 in Clarens bei
Montreux)
K ein
Buch der Welt hat schon so viele Kritiker gehabt und keines ist, wie
die Bibel, allen ohne Ausnahme überlegen geblieben.
Raphael Hombach
(Benediktiner)
M it Gott sprechen lernst du nur dann, wenn
du zuhörst, wie Gott mit dir spricht.
Bi. Josef Homeyer
D ie
Heilige Schrift ist kein Besitz, sondern
Ruf zur Nachfolge und Berufung zur Hoffnung. Darum muss sie
weitergesagt werden.
Erzählen wir also Gottes Geschichten!
Anna Hurnaus
(Schülerin)
W eihnachten
hat für mich zwei Teile: Die
Vorbereitung auf das Fest und die Geschenke, das ist stressig. In der
Familie
kommen wir dann am Weihnachtsabend zur Ruhe, lesen in der Bibel und
singen
gemeinsam.
Ingo Baldermann
W as
die Bibel für uns leistet, ist so etwas
wie eine Alphabetisierung in der Sprache der Hoffnung.
P. D. James
K ein
Buch hat mehr Bedeutung für unsere
Identität, unsere Literatur und die Entwicklung der Sprache
als die Bibel.
Hl. Arnold Janssen
(* 1837 in Goch, † 1909 in Steyl/NL. Gründer
der Steyler Missionare)
D u
hast dein Wort gesandt als Retter der
Welt, lass uns alle eins sein in ihm. Sende uns den Geist deines
Sohnes, dass
wir deinen Namen verherrlichen.
Franz Jantsch
(Katholischer Pfarrer, Schriftsteller)
E s
ist ein großes Glück, dass wir die
Evangelien ... besitzen. Diese Bücher bilden den
größten Schatz der
Christenheit. Es ist nicht auszudenken wir arm wir ohne sie
dastünden.
V on
allen Büchern der Hl. Schrift sind die
Evangelien die ehrwürdigsten. Jeder, der Jesus liebt, wird
immer wieder drin
lesen und viele Stellen auswendig wissen.
D as
Wort Gottes drängt sich niemandem auf,
es will gesucht werden. Es kommt ganz darauf an, wie man ihm
entgegentritt, mit
welcher Bereitschaft und Aufgeschlossenheit.
Maria Jepsen
(ev. Bischöfin)
M anche
Sätze in der Heiligen Schrift
schlafen und warten, bis ihre Zeit gekommen ist.
Papst Johannes XXIII.
N icht das Evangelium ist es, das sich
verändert; nein, wir sind es, die gerade anfangen, es besser zu verstehen.
Papst Johannes Paul II.
(Karol Wojtyla, * 1920 in Polen, † 2005. Papst
ab 1978)
N ehmen
wir die Heilige Schrift in unsere
Hände! Nehmen wir das Wort Gottes an vom Herrn, der es uns
durch seine Kirche
beständig hinhält. Essen wir es, damit es zum Leben
unseres Lebens werde.
Kosten wir es aus bis zum Letzten: Es wird uns Mühen bereiten,
doch es wird uns
Freude schenken, weil es süß wie Honig ist. Wir
werden von Hoffnung
überquellen und fähig sein, sie jedem mitzuteilen,
dem wir auf unserem Weg
begegnen.
Ecclesia in Europa (2003)
Ernst Jünger
(dt. Schriftsteller und Philosoph, * 1895 in Heidelberg; † 1998 in
Riedlingen)
B ei knappem Gepäck ist die Dünndruckausgabe
der Bibel das geeignetste Buch, das sich mitführen lässt, und für das alle
anderen, die man als Tornisterlektüre bezeichnet, in keiner Weise Ersatz
bieten. Es gleicht einer unerschöpflichen Büchse voll Tee, aus der man
jeden Abend eine Stärkung zubereiten, oder einem Weihrauch, von dem man
immer ein Körnchen brennen kann. Auch kann man sich zur letzten Wegzehrung
ein Kapitel daraus lesen lassen, und das ist eine Qualität, die weder ein
Stück des Zarathustra noch ein Gedicht von Hölderlin besitzt.
Mikko Juva
D as
Wort Gottes gibt uns nicht immer die
Kraft, die Verhältnisse zu ändern, es kann uns aber
die Kraft geben, sie im
Glauben zu ertragen.
Daniel Kallauch
D ie
Bibel ist ein Schatz, den man unbedingt entdecken muss.
Immanuel Kant
(Deutscher Philosoph, * 1724 in
Königsberg, † 1804 ebenda)
... w enn
ich meinem Herzen wohl tun will mit wahrer Labung und
Stärkung, so greife ich nicht zu den wirren Fragen der
Philosophie, sondern ich nehme ein kleines Büchlein zur Hand -
das Neue Testament. Darin finde ich unendlich mehr Klarheit und tiefere
Wahrheit als in allen Schriften aller Philosophen zusammen.
I ch
habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen. Aber
ich habe in ihnen allen nichts gefunden, was mein Herz so still und
froh gemacht hätte, wie die vier Worte aus dem 23. Psalm: "Du
bist bei mir".
S ie
tun wohl, dass Sie ihre einzige Beruhigung im Evangelium suchen; denn
es ist die unversiegbare Quelle aller Wahrheiten, die, wenn die
Vernunft ihr ganzes Feld ausgemessen hat, nirgend anders zu finden sind.
Johannes Kaup
E s könnte sein, dass wir vergessen haben,
dass sich Gott nicht nur vor 2.000 Jahren in der Bibel den Menschen
geoffenbart hat, sondern das auch heute tut. Gott ist nicht stumm
geworden, viele Christen leider schon.
Thomas a Kempis
(Augustinermönch und Schriftsteller, Autor der "Nachfolge Christi", * 1379 in Kempen, † 1471)
Z u wem das Ewige Wort spricht, der ist frei von vielem Gefrage.
Paul Wilhelm von Keppler
(Deutscher Astronom, * 1571 in Weil der Stadt,
† 1630 in Regensburg)
N iemand
ist so hoch gebildet, niemand so ungebildet, dass er auf die Bibel
verzichten könnte.
Bettina Klein
W as würdest Du tun, wenn es ein Buch
gäbe, dessen Verfasser Dich unermesslich liebt? Was würdest Du tun, wenn
dieses Buch sehr lehrreich für Dich wäre? Was würdest Du tun, wenn dieses
Buch speziell auf Dich, Dein Leben geschrieben wäre? Was würdest Du tun,
wenn der Verfasser Dich ganz persönlich meint? Was würdest Du tun, wenn es
dieses Buch tatsächlich gibt?
P. Leo Kleden SVD
D ie Fähigkeit, das Reich Gottes
wahrzunehmen, beruht auf dem Gespür, Außergewöhnliches in gewöhnlichen
Dingen zu sehen. Deshalb sagt Jesus: "Selig sind die, deren Augen sehen,
was ihr seht". (Lk 10,23) Es ist die Fähigkeit, in einem keimenden Spross
den Wald zu sehen oder das Geheimnis des Himmels und des Ozeans in einem
Tropfen Morgentau.
Ewald von Kleist-Schmenz
G ott bleibt nicht stumm, wenn es auch Zeiten gibt, wo wir Ihn nicht hören.
Ignaz Klug
D as Evangelium führt uns in eine andere
Welt. Da steht der Herr des Lebens an der Bahre und am Grab und spricht:
"Steh auf und komm heraus!"
Toni Knittel
(Gitarrist und Sänger)
I mmer wieder finde ich Stellen in der
Bibel, die mich staunen lassen, die mich bewegen oder einfach einmal zum
Innehalten und Nachdenken anregen. Unglaublich revolutionär sind viele
Dinge, die Jesus gesagt hat. Auch im Alten Testament sind es immer wieder
grundsätzliche Probleme und Themen der Menschheit, die in den Geschichten
auf sehr anschauliche Art und Weise dargestellt werden.
Rudolf Koch
(Schriftkünstler, Kalligraph, * 1876 in Nürnberg, † 1934 in Offenbach
a.M.)
I ch bin beim Lesen vieler und mancherlei Bücher in jungen Jahren mit
der Zeit an ein Buch gekommen, da hat das Lesen nicht mehr ausgereicht.
Das war so mächtig, da musste ich tiefer eindringen und länger verweilen,
als beim Lesen möglich war, und ich begann, es abzuschreiben: es war die
Bibel.
I ch begann die Worte der Bibel in
Metall zu meißeln, in Holz zu schneiden, in große Wandteppiche zu sticken
und zu weben, sie wurden in Fresko gemalt und in Bronze gegossen und es
ist immer noch kein Ende; denn diese Worte durchdringen den immer tiefer,
der einmal von ihnen erfasst ist, ja, er wird völlig verwandelt davon, das
Leben findet seinen Sinn und der Tod verliert seinen Schrecken.
Ilse Kögler
I ch lese gern in der Bibel! Je älter ich
werde, desto besser gefallen mir die "sperrigen" Texte der Bibel;
besonders, wenn ich auch durch erfrischende exegetische Auslegungen neue
Anregungen bekomme.
D as Alte Testament lässt mich seit meiner
Kindheit nicht los, im Neuen Testament liebe ich besonders die
Gleichnisse. Mit und in diesen Erzählungen zeigt sich Jesus als
einfühlsamer Katechet, der selbstverständlich beim Alltag der
angesprochenen Menschen ansetzt.
Horst Köhler
(Bundespräsident seit 2004, * 1943 in Skierbieszów, Polen)
D ie Bibel ist das wichtigste Buch, das ich
kenne. Vor allen Dingen in Zeiten wie diesen, in denen immer mehr Menschen
nach einer zuverlässigen Orientierung für ihr Leben suchen.
Zweites Vatikanisches Konzil
(1962 - 1965)
D er
Vater nimmt in den Heiligen Schriften mit seinen Kindern das
Gespräch auf. (Dei Verbum, 21)
Josef Kost
A ls Komponist und Musiker interessiert mich
die Bibel, weil ich hier Texte finde, die mit meinem Leben etwas zu tun
haben, und die Glauben, Vertrauen und Hoffen auf eine andere Wirklichkeit
ausdrücken.
Bi. Alois Kothgasser
(Erzbischof von Salzburg, SDB)
D er
Umgang mit der Bibel ist eine Erfahrung
von einmaliger menschlicher und kultureller Dichte, weil die Bibel das
Buch der
Vergangenheit, das Buch der Gegenwart und das Buch der Zukunft ist.
D ie
Bibel ist ein Ort des Lebens, in dem sich die Fragen und Antworten, die
Leiden und Freuden, die Zweifel und Gewissheiten des Menschen jeden
Zeitalters spiegeln.
D ie
Bibel ist auch die Quelle vieler
historischer, künstlerischer und kultureller Ereignisse, ein
wahres Erbe der
gesamten Menschheit.
Bi. Helmut Krätzl
(Weihbischof der Erzdiözese Wien)
D ie
Bibel liest man nicht nur, sie ist die Einladung Gottes zu einem ganz
persönlichen Gespräch mit ihm.
...d ieser
schaffende und liebende Gott lässt
diese Welt nicht allein. Das ganze Alte Testament schildert in so
lebendigen
Bildern die immer wieder erfahrene oder gesuchte Zuwendung zu seinem
Volk
Israel.
E s
ist das Buch (das AT), in dem die irdische
Geschichte Israels zu einer Offenbarungsgeschichte Gottes für
die Welt wird.
Ein Gottesglaube, der Konsequenzen hat für die Verbesserung
und
Vermenschlichung der sozialen Lebensqualitäten. So wird das AT
zu einem
"politischen Buch".
E in/e LektorIn kann nur dann glaubwürdig und
verständlich das Wort Gottes präsentieren, wenn er/sie selber einen
persönlichen Bezug zur Bibel hat.
Bernhard Krautter
W enn
jemand sich mit der Heiligen Schrift
beschäftigt, wird er in diesem Buch sich selbst entdecken und
seine
Lebenssituationen, die sich im Verlauf eines Lebens ja immer wieder
ändern. Er
versteht sich selbst und gewinnt aus dem Wort Gottes der Bibel Deutung
seines
Lebens und Lebensweisung sowie Lebensrichtung.
Winfried Kretschmann
(Fraktionsvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg, Lehrer, * 1948
in Spaichingen)
I ch bin "anlassbezogener" Bibelleser.
Da ich mich sehr viel mit Religion und Kirche beschäftige, gibt es solche
Anlässe sehr oft. Zusammen mit den Perikopen der Gottesdienste und ihrer
Auslegung in den Predigten ist die Schrift in meinem Leben ständig da und
begleitet mich.
Pinchas Lapide
(jüdischer Theologe und Religionswissenschaftler, * 1922 in Wien; †
1997 in Frankfurt a.M.)
E s gibt nur zwei Weisen, mit der Schrift
umzugehen: Entweder man nimmt sie wörtlich oder man nimmt sie ernst!
Martin Lackner
W o Gottes Wort schweigt, da fangen die
Ersatzgottheiten zu reden an.
Kardinal Karl Lehmann
(Deutscher katholischer Theologe und Kardinal,
* 1936 in Sigmaringen)
D as
Jahr der Bibel ist eine große ökumenisch
geprägte Einladung, die Heilige Schrift in die Hand zu nehmen
und in ihr Gottes Lebensatem für uns zu erspüren.
D ie Bibel schöpft aus dem vollen
unverstellten Leben.
Irmgard Lehner
(Theologin)
I ch lese nicht täglich in der Bibel -
aber ich habe sie schon von der ersten Seite der Schöpfungserzählung bis
zur letzten der Trostbotschaft der Apokalypse gelesen. So in einem Zug
durch - das war ein sehr spannendes Unternehmen am Beginn meines Studiums.
Fritz Lippert
(Gerichtsvorsteher)
I ch lese fortlaufend in der Bibel,
werde aber immer wieder auch innerlich gedrängt, andere Bibelstellen
aufzuschlagen, die mit mir "durch den Tag gehen". Oft merke ich, wie genau
sie gerade in die jeweilige Situation passen.
Martin Luther
(Deutscher Reformator, * 1483 in Eisleben,
† 1546 ebenda)
I ch
hab nun 28 Jahr, seit ich Doktor geworden bin, stetig in der Biblia
gelesen und daraus geprediget, doch bin ich ihrer nicht
mächtig und find' noch alle Tage etwas Neues drinnen.
W ie
einer lieset in der Bibel, so steht in seinem Haus der Giebel.
D ie
Bibel ist gegenüber anderen Büchern wie die Sonne im
Vergleich mit jedem anderen Licht.
F ürstenbriefe
soll man zwei- oder dreimal lesen; denn sie sind bedächtig und
weislich geschrieben. Vielmehr soll man die Bibel oft lesen; denn darin
hat Gott seine Weisheit schreiben lassen.
A ls des Glaubens Grund und Brunnen aller Wahrheit gehört die Bibel in Jedermanns Hand.
Z um dritten ist da Anfechtung. Die ist
der Prüfstein, die lehret dich nicht allein wissen und verstehen, sondern
auch erfahren, wie recht, wie wahrhaftig, wie süße, wie lieblich, wie
mächtig, wie tröstlich Gottes Wort sei, Weisheit über alle Weisheit.
E s lernt der Mensch im Laufe der Zeit auf
Manches zu verzichten; doch was ihm bis zum Ende bleibt, sind die Bibel
und Geschichten. In der Bibel redet Gott selbst zu uns wie ein Mensch mit
seinem Freund.
|
Kardinal Carlo
Martini
(Italienischer Theologe, * 1927 in Turin, Jesuit. Ab
1979 Erzbischof von Mailand und ab 1983 Kardinal.)
I ch
bin davon überzeugt, dass es für einen Christen
heutzutage in der komplexen, schwierigen und säkularisierten
westlichen Gesellschaft praktisch unmöglich ist, seinen
Glauben zu bewahren, ohne auch persönlich Kraft und
Orientierung aus der Schrift zu ziehen.
D ie
Bibel kann mit gutem Recht als das große
Erziehungsbuch der Menschheit betrachtet werden.
N ur wenn wir in der westlichen Welt
durch persönlichen Kontakt mit dem Wort Gottes unseren Glauben neu nähren,
wird es uns gelingen, unversehrt die geistliche Wüste der gegenwärtigen
Gesellschaft zu durchqueren.
D ie Heilige Schrift ist das Buch für
die Zukunft Europas.
Otto Mauer
(* 1907 in Brunn am Gebirge; † 1973 in Wien, österreichischer Priester,
Kunstsammler Akademikerseelsorger)
D ie Hl. Schrift gibt uns mehr als die
Literaturen aller Völker zusammen genommen, sie gibt uns Höheres, als je
die Denker der Menschheit erdacht und die Dichter der Nationen in ihren
Gedichten erschaut haben: Sie gibt uns Halt und Sinn fürs Leben.
D ie Hl. Schrift eröffnet uns die
höchsten Ausblicke des Daseins, sie ist das tägliche Brot des Herzens für
den Alltag und das festlichste Geheimnis der Seele zugleich.
D ie Hl. Schrift lässt uns in keiner
Lage des Lebens im Stich und weiß auf alle großen und drängenden Fragen
eine gerade, starke und trostvolle Antwort. Wer aus der Bibel lebt, wird
das Leben bewältigen.
Dimitrij Mereschkowski
(Russischer Schriftsteller, * 1865 in
Petersburg, † 1941 in Paris)
D ie
Bibel ähnelt dem nächtlichen Himmel: je mehr man
hinaufschaut, desto mehr entdeckt man.
Carlos Mesters
V ielleicht ist die Bibel nicht das
wichtigste Buch. Vielleicht ist es wichtiger, das Buch des Lebens zu lesen
und zu verstehen; dabei aber hilft ganz besonders die Bibel. (Zitat
sinngemäß)
Ernst Michel
(Soziologe, Universitätsprofessor)
D as
Evangelium steht voll von den
wunderlichsten Geheimnissen, die Gott für jeden von uns
aufschreiben ließ.
Denn für jeden von uns hat dasselbe Evangelium wieder andere
Geheimnisse, weil
jeder Mensch in einem eigenen und anderen Zustand sich befindet als
jeder
andere. Aber die meisten Menschen lesen tausendmal darüber
hin, ohne dass sie die kostbaren Geheimnisse entdecken, die
für sie bestimmt waren. Es ist wahr, diese Geheimnisse
entdeckt jeder nur langsam, weil der Mensch dazu in der Praxis seines
Lebens ganz dafür offen sein muss. Das Evangelium ist nicht
dazu da, damit es nur gelesen wird. Es ist eigentlich dazu da, es zu
hören und zu leben.
O hne Evangelium würde ich nicht mehr leben
können, denn das ganze Leben und alle Menschen und alles was geschieht,
habe ich gelernt in einem ganz anderen Licht zu sehen: im Licht des
Evangeliums. Was verstehe ich nun eigentlich unter dem Lichte des
Evangeliums, in dem ich alles neu sah? Das ist sehr schwer jemandem zu
erklären, der es selbst noch nicht sieht. Aber das Licht ist so hell,
beleuchtet so tief alles, was ein Mensch sonst nicht begreift, dass unser
Sonnenlicht, unser Tageslicht, nur eine Finsternis ist, verglichen mit dem
tiefen, hellen, alles durchdringenden Licht.
Thomas von Mitschke
(Unternehmensberater, * 1950)
D as
Evangelium ist im Kern eine zeitlose, unverändert attraktive
Botschaft.
Bi. Rudolf Müller
E ine
ungeheure Gewalt und Kraft birgt das Wort Gottes in sich, so dass es
für den Glaubenden tatsächlich zur Lebensgrundlage
werden kann und ihm inneren Halt vermittelt. (vgl. Dei Verbum 21)
W enn
ich die Schrift oberflächlich lese, dann ist Gott "er", aber
wenn ich sie im Glauben und betend lese, wird Gott zum "Du". Das
heißt, er wird mein Gegenüber, er spricht mit mir,
und ich antworte ihm.
Franz Müntefering
(SPD-Politiker, ehem. Vizebundeskanzler)
Der Moses war ja eigentlich ein ganz toller Typ. Der hat viel erreicht
für sein Land.
Hubert Nagelsdiek
(Steyler Missionar)
D ie Psalmen sind für mich "die kleine
Bibel". Ich bete sie gern. Im "Buch der Lobpreisungen" finde ich
ausdrucksstarke Texte.
Napoleon Bonaparte
(Französischer Kaiser, * 1769 in
Ajaccio/Korsika, † 1821 auf St. Helena)
H ier
liegt das Buch par Excellence auf meinem Tische (das Evangelium); ich
werde nicht müde, es immer wieder zu lesen: jeden Tag lese ich
es mit derselben Lust.
D as
Evangelium ist nicht ein Buch, sondern ein lebendiges Wesen mit einer
Aktionsfähigkeit und einer Macht, die alles
mitreißt, was sich seiner Ausbreitung entgegensetzt.
Günther Nenning
(Journalist und Buchautor)
A bends, wenn ich zu müde bin für irgend
sonst was, nachts, wenn ich wieder aufwache, greife ich zur Bibel. Einst
las ich nachts Karl Marx, nichts gegen ihn. Aber die Bibel ist noch
spannender.
Isaac Newton
W ir müssen das Evangelium nicht lesen, wie ein Notar ein Testament liest, sondern wie es der Erbe liest.
Huub Oosterhuis
E s ist das Besondere der Bibel, den
Menschen als nichtig und zugleich als groß darzustellen.
Giovanni Papini
(Italienischer Schriftsteller, * 1881 in
Florenz, † 1956 in Florenz)
K eine
Aufgabe ist wichtiger als diese: Die Verse des Evangeliums auf den
Knien zu erforschen und sie zum Tagesbefehl zu machen an jedem Morgen
unseres Lebens.
D er Ort, wo Christus zu finden ist, sind die
Evangelien, die apostolische Überlieferung, die Kirche. Darüber hinaus ist
Finsternis und Schweigen. Wer die vier Evangelien gelten lässt, muss sie
in ihrer ganzen Ausdehnung gelten lassen, Silbe für Silbe - oder er
verwerfe sie von vorn bis hinten und sage: Wir wissen nichts.
D as Evangelium ist kein nur irdisches Werk.
Es gehört nicht zur menschlichen "Literatur", und sein Verlust ist selbst
dann undenkbar, wenn alles verloren wäre.
D as Evangelium ist kein Buch, sondern eine
posthume Verleibung dessen, der jeden von uns mehr liebt, als wir selber
uns zu lieben vermöchten.
Papst Paul VI.
(* 1897 in Concesio bei Brescia,
† 1978 in Castel Gandolfo)
W er
die Heilige Schrift erforscht, wird zunächst einmal von ihr
selbst erforscht.
William J. und Randy Peterson
I n einer wertvollen Bibel steht unter
dem Bild von Christus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl: "Ich bin
es selbst; beschäftige dich mit mir, und du wirst es sehen." Das ist
tatsächlich die Botschaft der Bibel.
D as Ziel der Bibel liegt nicht einfach
darin, dass Sie mehr über Gott erfahren. Das Ziel ist, dass Sie ihn
persönlich kennen lernen. Wenn man die Seiten der Bibel öffnet, kann man
Christus sehen.
Papst Pius XII.
(bürgerl. Name: Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli, * 1876 in Rom;
† 1958 in Castel Gandolfo, Papst von 1939 bis 1958)
G ott hat den Menschen die Heiligen Bücher
nicht gegeben, um ihre Neugierde zu befriedigen oder um Arbeits- und
Forschungsmaterial zu bieten, sondern, wie der Apostel bemerkt, damit die
Hl. Schrift uns „unterweise zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus“
und „der gottgeweihte Mensch vollkommen sei, ausgerüstet zu jedem guten
Werk".
Peter Praschl
G lauben heißt, die Bibel für mehr als
ein nur menschliches Buch zu halten, auf Wunder zu hoffen und darauf, dass
nach dem Tod die Seele überlebt, von der Existenz eines höheren Wesens
überzeugt zu sein, das es gut mit uns meint.
Paul Reding
(Deutscher Schriftsteller, * 1939)
D ie
Bibel, Herr, ist dein Buch. Mit den
Geschichten für den Glauben und eine bessere Welt stellt es
alle anderen
Abenteuerbücher und Romane in den Schatten.
H err,
von deiner weltverändernden
Auferstehung lesen wir in der Bibel, wir feiern sie täglich in
wohlbestallten
Gotteshäusern, doch wir sollten sie draußen in der
Welt feiern, und das mit
allen Konsequenzen.
V on Propheten-Leben ist in der Bibel die
Rede, von Königen und Bettlern, von Aufsteigern, Aussteigern, Versagern.
Geredet wird von Heroen, Spöttern und Verlachten, von pflichtbewussten,
ehrlichen Menschen und von Speichelleckern. Deine Gleichnisse, Herr, sind
wie ein Spiegel unserer Zeit.
I n der Schrift legst Du, Herr, Finger auf
die Wunden der Gesellschaft, du beziehst Position, warnst, versöhnst,
lobst, heilst, wirkst Wunder. Nächstenliebe, Gerechtigkeit und
Menschenrechte sind deine Anliegen. Und die bringen dich zu Fall.
H err, von deiner weltverändernden
Auferstehung lesen wir in der Bibel, wir feiern sie täglich in
wohlbestallten Gotteshäusern, doch wir sollten sie draußen in der Welt
feiern, und das mit allen Konsequenzen.
Piet Rentink
(Generalvikar im Erzbistum Utrecht)
D en Auftrag, das Evangelium zu erleben
und zu verkünden, hat Jesus allen, die ihm folgen, gegeben.
Andrea Riccardi
(Gemeinschaft Sant'Egidio)
E in Europa des Geistes nimmt da Gestalt an,
wo ein Mensch sein Herz für das Wort Gottes öffnet oder eben dieses Herz
wieder findet und nicht mehr nur für sich selbst lebt.
Pablo Richard
K irchenrecht
und Katechismus haben bisweilen
mehr Platz und Autorität in der Kirche als die Bibel.
Kirchenrecht und
Katechismus sind ohne Zweifel notwendig und nützlich, sie
müssen jedoch dem
Wort Gottes dienen, sonst verlieren sie den Geist und werden zum
Buchstaben, der
tötet.
Klemens Richter
(Prof. für Liturgiewissenschaft in Münster, * 1940 in Leipzig)
A m liebsten höre ich die Worte des Alten wie
des Neuen Testamentes im Gottesdienst, in dem unser Glaube gefeiert wird.
M ich faszinieren die Psalmen, die von der
Anklage Gottes bis zum Lobpreis alle menschlichen Armut- und
Leidenssituationen umfassen. Sie verbinden mich mit den Glaubenden, auch
den jüdischen, seit weit über 2000 Jahren.
Oscar Romero
(Erzbischof von El Salvador, * 1917, 1980 ermordert, wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit)
M an kann Gottes Wort nicht von
der geschichtlichen Wirklichkeit trennen, in der es verkündet
wird. Es wäre dann nicht Gottes Wort. Es wäre Geschichte, es
wäre ein frommes Buch, eine Bibel, die nur ein Buch ist in unseren
Bücherregalen. Es wird Gottes Wort, indem es belebt, erleuchtet,
gegenüberstellt, zurückweist, lobt, was heute in unserer
Gesellschaft vor sich geht.
Theodore Roosevelt
(Amerikanischer Politiker, * 1858 in New York,
† 1919 in Oyster Bay/New
York)
E ine
gründliche Kenntnis der Bibel ist mehr wert als ein
Universitätsstudium.
Jean Jacques Rousseau
(Schweizerischer Philosoph, Schriftsteller und
Staatstheoretiker, * 1712 in
Genf, † 1778 bei Paris)
D as
Siegel der Wahrheit, welches das Evangelium trägt, ist so
groß, so überraschend, so unnachahmlich, dass der
Erfinder größer wäre als sein Held.
I ch
lege Ihnen das Geständnis ab, dass mich
die Majestät der Heiligen Schriften in Erstaunen setzt und mir
die Heiligkeit
des Evangeliums zu Herzen spricht.
Wynton Rufer
D ie
Bibel ist für meine Frau und mich wie
eine Straßenkarte des Lebens, die bei den vielen
Überraschungen, die das Leben
so mit sich bringt, Halt und Orientierung bietet.
Reinhold Schneider
(Deutscher Schriftsteller, * 1903 in
Baden-Baden, † 1958 in Freiburg im
Breisgau)
I ch
schlug an einem Weihnachtsabend in Potsdam die Heilige Schrift auf und
floh nach wenigen Kapiteln auf die kalte, dunkle Straße. Denn
es war ja klar:
unter diesem Anspruch der Wahrheit kehrt sich das Leben um.
Wolfdietrich Schnurre
(Schriftsteller)
I ch
sollte erst das Leben, die Geschichte und die Literatur kennen lernen,
um
diesen dreien dann im aufregendsten aller Bücher,
nämlich der Bibel, aufs
wesentliche reduziert, so zu begegnen, wie sich's gehörte,
gebrannt und
erfahren.
Kardinal Christoph Schönborn
(* 1945 in Skalken, Sudetenland, seit 1996 Erzbischof von Wien)
Das Wort Christi ist ungeheuer frisch und aktuell! Es widerstrebt jeder
Zeitabnützung. Wir müssen immer wieder das Evangelium verkünden.
Roger Schutz
(* 1915 in Provence, Schweiz; † 2005 in Taizé, Frankreich; Gründer und
Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé)
L ebe vom Evangelium, was du von ihm
begriffen hast – und sei es noch so wenig; das aber lebe ganz – hier und
heute.
D as Evangelium will auch mit dem Leib gelebt sein.
K önnte es jeder begreifen:
Gott begleitet uns bis in unsere unergründliche Einsamkeit. Zu
jedem sagt er: "Du zählst viel in meinen Augen, du bist wertvoll
für mich, und ich liebe dich." Ja, Gott kann nur seine Liebe
schenken, darin liegt das ganze Evangelium.
Peter Seewald
N icht
die biblische Überlieferung ist eine Scheinwelt, sondern eine
Welt ohne sie, die Welt der Medien, der Meinungen, des Marketings, ist
es. Verlören wir diese Seite unseres Daseins, wären
wir so etwas wie ein Kopf ohne Hirn, ein Leib ohne Seele: halbe
Menschen eben. Vermutlich sogar, wie ein Blick auf die zunehmende Zahl
bestialischer Verbrechen zeigt: echte Zombies.
E s gibt einen Traum: Könnte man nicht
wieder mehr Glauben wagen? Wieder damit beginnen zusammenzufügen, was
zusammengehört? Glauben und Leben. Gott und die Welt. Die Botschaft des
Evangeliums neu zu entdecken.
K önnte man nicht die Botschaft des
Evangeliums wieder neu entdecken? Als Hilfe zur Selbsthilfe. Seine
unendliche Kraft. Seine unendliche Weisheit. Seine unendliche
Barmherzigkeit. "Rufe mich, und ich werde dir antworten!", heißt es im
Buch der Bücher.
Richard Sibbes
W enn wir im Wort Gottes ein Versprechen
hören, sollten wir ein Gebet daraus machen. Gott hat sich mit seinen
Versprechen verpflichtet. Es gefällt ihm, wenn wir anhand seiner
Versprechungen mit ihm ringen.
Armin Sierszyn
(Schweizer Theologe, Pfarrer, * 1942 in Bäretswil)
D ie Bibel ist Verkündigungswort, Gottes
uns ansprechendes und anredendes Wort, demgegenüber wir auch als Ausleger
nicht ein neutrales "wissenschaftliches" Verhältnis einnehmen können. Wir
sind als Lesende stets Angeredete und als solche haben wir mit diesem Wort
umzugehen und es dann auch weiterzugeben.
Robert Spaemann
M ir gefällt an der Kirche, dass sie die
Kirche Jesu Christi ist und dass sie uns durch Wort und Sakrament mit ihm
verbindet.
Kyrilla Spiecker
W enn
du lange genug Dein Ohr an Gottes Wort hast, kannst du sein Herz
schlagen hören.
D u
wächst mir zu im Wort. Ich wachse Dir zu,
während ich es wiederhole.
L ass dich ein auf Sein Wort, dann wirst du eingelassen.
Karl Johann Philipp Spitta
(Deutscher lutherischer Theologe und Dichter, * 1801 in Hannover, †
1859 in Burgdorf)
O h wie freun wir uns der Stunde, da wir dir,
Herr Jesu, nahn, um aus deinem heilgen Munde Lebensworte zu empfangn. Lass
uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein; schreibe selbst das
Wort des Lebens tief in unsere Herzen ein.
Charles Haddon Spurgeon
D er Verfasser wusste, dass im Wort Gottes
riesige Schätze liegen, die er noch nicht in ihrer Gesamtheit gesehen,
Wunder, die er noch nicht geschaut hat. Die Bibel ist ein Wunderland; sie
erzählt nicht nur von Wundern, sondern ist selbst eine Welt der
Wunderwerke.
D ie Heilige Schrift muss uns eröffnet,
erläutert werden, aber noch viel mehr müssen unsere Augen geöffnet werden;
der Schleier liegt nicht auf dem Buch, sondern auf unseren Augen.
Balthasar Staehlin
D ort,
wo das immer anwesende Wort Gottes, Christus, nicht vernommen und nicht
als wahr angenommen wird, dort breitet sich Wüste aus. ...In
jeder Seele ist immer das rufende Wort: der lebendige Christus.
D ein
Körper ist die Kathedrale für das von Gott
gesandte Wort. In deiner Kathedrale, deinem Leib, und in deinem
erkennenden
Glauben, ist die Schönheit, Christus, zu Hause.
Wilhelm Stählin
(prot.Theologe, Universitätsprofessor)
G ott geht ein in eine konkrete irdische
Gestalt, und indem wir dieser Gestalt begegnen, begegnen wir dem
lebendigen Gott und gewinnen Anteil an dem Heil, das er eben in diese
Gestalt hineingelegt hat. Nur auf diesem Hintergrund kann man wirklich
verstehen, was die Hl. Schrift für die Christenheit bedeutet. Wenn es Gott
gefallen hat, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Stunde unter
uns Menschen zu erscheinen, dann gehört zu dieser einmaligen konkreten
Gestalt auch dieses bestimmte Wort, das damals gesprochen ist, dieses
Buch, in dem die Urkunde von dem unter uns erschienenen göttlichen
Geheimnis ihren ersten und entscheidenden Niederschlag gefunden hat. Wenn
das göttliche Geheimnis das Geheimnis der Inkarnation ist, dann gehört zu
dieser Inkarnation auch dieses unauflösliche Geheimnis, dass der Anruf
Gottes, das Angebot seiner Gnade, die Enthüllung seines Ratschlusses vom
Anbeginn bis zum Ende uns gegeben ist in dem Gefäß dieses geschichtlichen
Wortes.
Klaus Günter Stahlschmidt
D er Kern der Botschaft des
Evangeliums ist das bedingungslose Ja Gottes an uns Menschen.
Christsein bedeutet die Beziehung Gott und Mensch in Verantwortung der
Menschen untereinander. Wer das kapiert hat, der hat alles kapiert, was
Christus wollte.
Swetlana Stalin
(Tochter Stalins)
N irgendwo
habe ich stärkere Worte gefunden als in den Psalmen.
Jürgen Steffes-Ollig
M ir
ist die Bibel ans Herz gewachsen wie kein anderes Buch. Sie macht nicht
halt vor den Dunkelheiten des Lebens und führt doch zum Licht.
Hl. Edith Stein
(deutsche Philosophin und katholische Nonne jüdischer Herkunft, * 1891
in Breslau; † 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau, 1998 heilig gesprochen)
W ir bedürfen der Stunden, in denen wir
schweigend lauschen und das göttliche Wort in uns wirken lassen.
Arnold Stiglmair
(Prof. für Altes Testament, Brixen)
V iele, die die Bibel lesen, leiden an
der Fremdheit des Textes, der ein alter und nicht für unsere Zeit
geschriebener Text ist. Trotzdem ist die Sammlung dieser Texte in der "Hl.
Schrift" auch für die Kirche von heute der "Identitätsausweis" nach innen
und nach außen."
D ie Übersetzung des alten Bibeltextes
in unsere Sprach- und Denkwelt hat die aktuelle kirchliche Verkündigung
und Unterweisung zu leisten. Sie ist die eigentliche Lesehilfe der alten
Texte.
Josef Sudbrack
(Deutscher Theologe, Jesuit, * 1925)
B ibel
ist der Ort, an dem wir Christus treffen, ja, sie ist dieses Treffen
selbst.
U m
die Aussage der Schrift nachvollziehen zu können, muss man in
das flutende biblische Leben eintauchen.
Anja Suter
(Turn- und Sportlehrerin)
Wenn ich das Wort (der Bibel) lese, werde ich ermutigt und ermahnt,
getröstet und herausgefordert, bekomme Antworten und stelle neue Fragen.
Meine Erkenntnis ist begrenzt, und für Spannung ist gesorgt!
Gerhard Tersteegen
(Deutscher evangelischer Mystiker, * 1697 in
Moers, † 1769 in Mülheim a. d.
Ruhr)
D ie
Schrift muss man betend lesen und lesend beten, weil alles Licht, Segen
und Nachdruck allein vom Heiligen Geist aus Gnade herzukommen muss.
W er
die Schrift nicht liest mit einem zu Gott gekehrten, betenden Herzen,
der geht von einem vollen Tisch leer, matt und mager wieder
zurück, wie viel auch der Kopf gesammelt haben möchte.
W enn
wir die Bibel recht lesen, so redet Gott
zu uns, und alles was wir lesen, soll uns auch Anlass geben, zu reden
mit Gott.
John Thiessen
D ie
beste Bibelübersetzung verdanke ich meiner Mutter. Sie
übersetzte die Bibel in das Leben.
Thomas von Aquin
(Philosoph, Theologe und Kirchenlehrer, * um
1225 auf Schloss Roccasecca/Aquino, † 1274 im Kloster
Fossanova/Latina)
D ie
Offenbarung Gottes zeigt uns mehr, was er
nicht ist, als was er ist.
W er
die heiligen Worte hütet, wird von ihnen
behütet.
Paul Tornier
Ü ber
den Sinn aller Dinge, über den Sinn von Krankheit und Heilung,
von Leben und Tod, von Welt, Mensch und Geschichte kann uns die
Wissenschaft nichts aussagen, das tut allein die Bibel.
Hermann-Josef Venetz
Ü ber das Lukasevangelium sollte man keine Bücher schreiben, man sollte es ganz einfach lesen.
Miloslav Kardinal Vlk
(Kardinal und Erzbischof von Prag, * 1932 in
Líšnice)
W ir
müssen gestehen, dass wir das Evangelium
lange Zeit bloß heuruntergepredigt haben. Und wir machen es
heute noch.
Tammy Walsh
(kanadische Eishockeyspielerin)
Ich lese die Bibel, um Zeit mit Gott zu verbringen, um IHN zu suchen,
IHN besser kennen zu lernen und um herauszufinden, wie er möchte, dass ich
mein Leben lebe.
Christel Werner
D eine Worte möchte ich hören. Deinen
Frieden möchte ich spüren. Deiner Liebe möchte ich mich öffnen.
Joseph Wittig
W o
Gott spricht, wird aus nichts eine Welt.
Wo ohne Gott gesprochen wird, wird nichts aus der Welt.
Erich Zenger
(Professor für alttestamentliche Exegese in
Münster/Westfalen, * 1939)
M it
den Psalmen der Bibel ist es wie mit dem Brot. Über Brot kann
man diskutieren, man kann es analysieren, chemisch in seine
Bestandteile auflösen ..., doch nur dem, der das Brot isst,
gibt und stärkt es das Leben.
Jörg Zink
(Deutscher evangelischer Theologe, Publizist und Sprecher der Friedens-
und Ökologiebewegung, * 1922 in Schlüchtern-Elm)
E s
gibt Menschen, die die Bibel nicht brauchen. Ich gehöre nicht
zu ihnen. Ich habe die Bibel nötig. Ich brauche sie, um zu
verstehen, woher ich komme. Ich brauche sie, um in dieser Welt einen
festen Boden unter den Füßen und einen Halt zu
haben. Ich brauche sie, um zu wissen, dass einer über mir ist
und mir etwas zu sagen hat. Ich brauche sie, weil ich gemerkt habe,
dass wir Menschen in den entscheidenden Augenblicken
füreinander keinen Trost haben und dass auch mein eigenes Herz
nur dort Trost findet. Ich brauche sie, um zu wissen, wohin die Reise
mit mir gehen soll.
Adelbert Alexander Zinn
(Dt. Schriftsteller und Politiker, * 1880 in Coburg, Thüringen; † 1941
in Stuttgart-Bad Cannstatt)
G ib
der Bibel einen würdigen Platz, behandle
sie mit Achtung, die ihr gebührt und fühle, wenn du
nach ihr greifst, dass es
möglich ist, in ihr Gott zu begegnen.
D as Goethesche Wort, das die Sprache den
"reinen Himmelshauch" nennt, trifft auf die Bibel wohl am vollkommensten
zu. Und wie nach Humboldt die Sprache eines Menschen seine wahre Heimat
ist, so ist die Sprache der Bibel die wahre Heimat des Christen.
Maurice Zundel
(Geistlicher Schriftsteller)
M an
versteht die Heilige Schrift nur auf den Knien.
ohne Autorangabe
D ie
Bibel ist wirklich ein Hammer. Manchmal jedenfalls. (Ein Jugendlicher)
D as
Wort der Schrift ist wie ein Herzschrittmacher. Es verhilft den
Menschen zu richtigem Lebensrhythmus und echter Herzlichkeit. (Ein
Jugendlicher)
A uch
wenn Gottes Wort auf taube Ohren stößt, in blinder
Begeisterung verpufft, in bunten Wort- und Bilderfluten untergeht,
einmal trifft es mitten ins Herz - dann wirkt es Wunder!
G esagt
bedeutet noch nicht gehört, gehört bedeutet noch
nicht verstanden, verstanden bedeutet noch nicht einverstanden,
einverstanden bedeutet noch nicht angewendet, angewendet bedeutet noch
nicht beibehalten.
D u
hast gesagt: "Lasst die Kleinen zu mir kommen, und hindert sie nicht
daran." Ich glaube, das haben nicht alle Großen
gehört.
I st
die Bibel angestaubt, hast du lange nicht
geglaubt. (Kalenderspruch)
W ir
brauchen Brot, um Leben zu können. Wir brauchen die Bibel, um
Leben zu wollen. (Afrikanisches Sprichwort)
H alte
eine Muschel an das Ohr - und du hörst das Meer rauschen.
Halte die Bibel an das Ohr - und du hörst Gottes Wort. Gott
selbst lebt in seinem Wort. Und das Wort möchte in dir
lebendig werden.
I n
einem ägyptischen Königsgrab fand man 5000 Jahre alte
Weizenkörner, die, in die Erde gesät, zu keimen
anfingen. Auch die 2000 Jahre alte Weihnachtsbotschaft will in uns
keimen und neues Leben bringen.
W ir
müssen das Wort Gottes konkret ins Leben
umsetzen. Nur nachdenken hilft nicht!
(Eine Jugendliche aus Sarajevo)
W enn
man die Bibel liest, sieht man Fragen
und Antworten, die gar nicht alt sind.
(Tobias, 4. Klasse)
D ie Bibel lässt dich nicht mehr los, wenn du sie aufgeschlagen hast.
(Tobias, 4. Klasse)
D ie Bibel gibt viel zum Nachdenken über mein Leben.
(Lukas, 4. Klasse)
W ir sind die einzige Bibel, die die
Öffentlichkeit noch liest. Wir sind Gottes letzte Botschaft, in Taten und
Worten geschrieben.
(Aus dem Gebet "Christus hat keine Hände")
D ie Bibel ist die Partitur Gottes, und die
Heiligen sind die Interpreten.
W as ist der Unterschied zwischen dem
Katechismus und der Bibel? Der Katechismus gibt Antworten auf Fragen, die
sich keiner stellt. Die Bibel wirft Fragen auf, die keiner so leicht
beantworten kann.
D en Stürmen des Zeitgeistes sind wir nicht
schutzlos ausgeliefert. Das Wort Gottes, in dem ER unter uns wohnt, ist
ein sicheres Haus für alle, die sich in seinen Schutz begeben.
E in Stein, der in unruhiges Wasser fällt,
versinkt unmerklich. Fällt ein Stein in ruhiges Wasser, zieht er weite
Kreise. So ist es auch mit dem Wort Gottes. Es versinkt in der Unrast und
Hektik unserer Tage. Oder es fällt in die Stille und zieht weite Kreise.
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