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Am
4. Mai stand auf unserem Besichtigungs- und Erlebnisprogramm:
Tell Arad,
Vorbeifahrt an Massada, En Gedi, Totes Meer.
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Tell Arad liegt im
Osten des Negev, nördlich des Aradgrabens. Auf einem Gelände von 52 ha
finden sich Ruinen der kanaanitischen Königsstadt aus der frühen Bronzezeit
und Festungsanlagen, die von den Königen Judäas während der israelitischen
Zeit erbaut wurden.
In der Bibel wird Arad erwähnt als eine im Osten des Negev liegende Stadt,
deren Einwohner die Israeliten daran hinderten, in das "verheißene
Land" einzuziehen (vgl. Num 21,1). Der König von Arad scheint auch in
der Liste der Kanaaniterkönige auf, die von Josua während der Landnahme
besiegt wurden (vgl. Jos 12,14).
In einer Inschrift, die man in Karnak in Ägypten entdeckt hat, wird Arad
unter den Städten aufgezählt, die durch Pharao Schischak I. (950-929 v.
Chr.) unterworfen wurden.
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Blick
von der auf einem Hügel liegenden Festungsanlage in Richtung Osten
auf das Gebirge Juda. |
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Sicht
auf die Festungsmauer von den südlich sich anschließenden
Wohngebäuden aus. |
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Innerhalb
der Festung hat man einen Kultraum (Jahwe-Tempel) mit Altar entdeckt, der aus Ziegeln
und grob behauenen Steinen errichtet wurde. Der in Ost-West-Richtung
orientierte Raum umschließt einen Hof, einen heiligen Bereich und das
Heiligtum. |
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Der Eingang
des Heiligtums ist von zwei Weihräucheraltären flankiert. Im
Hintergrund zwei oben abgerundete Steintafeln, wie diese, auf denen Mose
die 10 Gebote empfangen hatte. |
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Durch
die aufgezeigten biblischen und theologischen Zusammenhänge werden die
toten Steine... |
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...vor dem geistigen Auge wieder lebendig. |
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Die judäische Wüste Der
Ostteil des Gebirges Juda, der steil zum Toten Meer hin abfällt, ist die
Wüste Juda. Durch diese Wüste zog der Weg von "Jerusalem nach
Jericho"; und in diese Wüste zog sich Jesus wohl auch zu seinem
vierzigtägigen Fasten zurück.
"Wüste" heißt hier nicht Sandwüste, sondern niederschlagsarmes
Kalksteingebirge, dessen spärliche Vegetation nur vom Tau lebt.
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Ein
Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern
überfallen. Sie plünderten ihn aus... (Lk 10,30) |
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Ein
Hirt und seine Herde im Wüstengebiet. Das
Bild vom Hirten spielt in der Bibel eine große Rolle. Der Beruf wird
rückblickend zum großen Ideal: die Väter waren Hirten gewesen.
Deshalb wird betont, dass David von der Herde weg zum König (2 Sam 7,8)
und Amos zum Propheten (Am 1,1; 7,14) berufen wurden. Auch von Gott wird
im Bild des Hirten gesprochen (Ps 23; Jes 40,11; Jer 31,10). Er will
sich um sein Volk kümmern, besser als die Hirten Israels, er will das
Verlorene sammeln und den Seinen geben, was sie brauchen. |
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Als
Jesus vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger.
Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist,
so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. (Mt 4,2f) - Besiedlung
war nur dort möglich, wo Quellen existierten, also vor allem am Toten
Meer. |
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Das tote Meer (hebräisch:
Yam HaMelach = Salzmeer) ist mit seinen 392 m unter dem Meeresspiegel der
tiefste Einschnitt der Erdrinde auf dem Festland. Der Wasserspiegel hat eine
Länge von 76 km, die größte Breite beträgt 16 km, die größte Tiefe 433
m. Das Meer besitzt keinen Abfluss, sondern verdunstet bei einer
regelmäßigen hohen Temperatur, so dass oft Dunst über dem Wasser sichtbar
ist. Besonders bei Sonnenuntergang bietet sich deshalb ein Bild
unvergleichlicher Schönheit. Das Wasser entbehrt infolge des hohen
Salzgehaltes von etwa 27,5 % (Mittelmeer vergleichsweise 2,7%) jeglichen
Lebens. Aus diesem Grunde ist es auch dem Badenden möglich, ohne die
geringste Bewegung zu schwimmen. Die Staatsgrenze zwischen Israel und
Jordanien teilt das Tote Meer: Von der 920 km2 großen Fläche
gehört etwa die Hälfte zu Israel.
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Ausblick
vom Aussichtspunkt bei Mezad Zohar. |
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Der
Blick nach Norden: eine Mondlandschaft. |
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Der
untere, südliche Teil des Toten Meeres. |
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Gut
sichtbar die künstlich angelegten Lagunen zur Mineralgewinnung. Das
Wasser ist hier höchstens 10 m tief, im oberen Teil des Meeres dagegen
bis zu 433 m. |
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Scheinbar
lebloses Gestein, auf dem ein Wasserlauf seine Spuren hinterlassen hat. |
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Massada Auf dem sich
bis zu 441 m über dem Toten Meer aufragenden Hochplateau stand die vom
Hohenpriester Jonathan um 36 v. Chr. erbaute und von Herodes durch einen
Palast ergänzte Festung Massada, die nach dem Bericht des Josephus Flavius im
Jüdischen Krieg eine bedeutende Rolle spielte. Die Römer konnten diese
letzte Bastion erst 73 n. Chr. nach langer Belagerung nehmen: Die Verteidiger
hatten zuvor alles Wertvolle verbrannt und darauf ihre Familien und sich
selbst getötet. Später war Massada von Byzantinern und Kreuzfahrern besetzt.
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Das
Hochplateau bietet bereits in seiner natürlichen Form Schutz vor
Angriffen. |
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Als
die Römer die Festung nach langer Belagerung eroberten, fanden sie
außer einer Frau und zwei Kindern nur Leichen vor. Die Zeloten hatten,
als der Kampf verloren war, erst ihre Frauen und Kinder getötet und
anschließend sich selbst. |
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En Gedi Die größte
und schönste Oase am Toten Meer. En Gedi (hebr.: Quelle des Zickleins) ist
ein wasserreiches Gebiet, in dem seit mehr als 6000 Jahren Menschen siedeln.
Bei der Landnahme der Israeliten fiel En Gedi an den Stamm Juda (Jos 15,62).
In den nahen Wüstenbergen versteckte sich David, nachdem er bei König Saul
in den Verdacht geraten war, ihn vom Thron stürzen zu wollen. Saul kam mit
3000 Kriegern, um David gefangen zu nehmen. Doch söhnte er sich wieder mit
ihm aus (1 Sam 24), nachdem David ihm seine Ergebenheit beweisen konnte.
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Ausgrabungen
von Tell En Gedi. Im Foto die Synagoge. 8 - Platz des Toraschreins. 9 -
Sitz mit Stufe: "Sitz des Mose". Vorgesehen für den Leiter
der Gemeinde. |
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