Aus der Perspektive des Glaubens

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zu Zeitgeschehen und Glaubensthemen.

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zu Psalm 92

Gott danken weckt die Freude

Da wurde ein Psalm zu meinem persönlichen Gebet

2 Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, deinem Namen, du Höchster, zu singen, …
- Das fällt mir im Moment noch schwer. Mir fällt nichts ein, wofür ich danken könnte… Doch, für das Leben, für den neuen Tag. Für den Zug, in dem ich sitze und der mich nach Berlin bringt. Danke, Herr!

3 … am Morgen deine Huld zu verkünden und in den Nächten deine Treue …
- Ich habe das Gefühl, dass ich deine Treue jetzt besonders brauche, weil mein Weg dunkel geworden ist.

4 … zur zehnsaitigen Laute, zur Harfe, zum Klang der Zither.
- Ja, Musik hören tut mir gut und manchmal singe ich dir richtig gerne ein Lied.

5 Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.
- Gott, ich glaube daran, dass du mich begleitest in meinem Leben, doch oft fühl ich mich allein. Ich weiß, dass du mir schon oft unter die Arme gegriffen hast, vielleicht sollte ich mich wieder daran erinnern.

6 Wie groß sind deine Werke, o Herr, wie tief deine Gedanken!
- Ehrlich gesagt, erfahre ich im Moment sehr die Begrenztheit und die Mühsal des Lebens. Da frag ich mich, ist deine Schöpfung wirklich so großartig? Aber vielleicht fehlt es mir an Ehrfurcht und Einsicht.

7 Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, ein Tor kann es nicht verstehen.
- Oh, da hast du mich ertappt! Vielleicht bin ich in deinen Augen gerade ein Tor. Ich kann es im Moment wirklich nicht verstehen.

8 Wenn auch die Frevler gedeihen und alle, die Unrecht tun, wachsen, so nur, damit du sie für immer vernichtest.
- Das erschreckt mich, diese Bitte um Vernichtung. Aber genauso erschreckt es mich, was Menschen, die dich aus dem Blick verloren haben, anderen antun. Ich bitte dich, dass du einen Strahl deines Lichtes in ihre Herzen lenkst, damit sie erkennen, dass Gerechtigkeit besser ist als Selbstbereicherung auf Kosten anderer.

9 Herr, du bist der Höchste, du bleibst auf ewig.
- Daran will ich festhalten, dass du mein Gott bist und dass nichts und niemand anderes so im Mittelpunkt meines Lebens steht wie du.

10 Doch deine Feinde, Herr, wahrhaftig, deine Feinde vergehen; auseinandergetrieben werden alle, die Unrecht tun.
- Deine Feinde, die ich kenne, heißen: Halbherzigkeit, Angst und Unentschlossenheit. Ja, lass sie vergehen, lass in mir Wagemut, Entschiedenheit und Stehvermögen wachsen.

11 Du machtest mich stark wie einen Stier, du salbtest mich mit frischem Öl.
- Herr, du hast mich gesalbt, aber wirklich stark und sicher fühle ich mich selten. Oft erfahre ich mich eher als unsicher und überängstlich.

12 Mein Auge blickt herab auf meine Verfolger, auf alle, die sich gegen mich erheben; mein Ohr hört vom Geschick der Bösen.
- Gib mir in den Situationen, in denen ich von anderen herausgefordert werde, innere Ruhe, Kraft und Standvermögen, damit ich nicht in die Falle der Rechthaberei tappe, sondern in der Gewissheit deines Beistands das wirkliche Bedürfnis ansprechen kann.

13 Der Gerechte gedeiht wie die Palme, er wächst wie die Zedern des Libanon.
- Das ist ein schönes Bild. Ich stelle es mir innerlich vor. Ich lasse mein Herz und mein Vertrauen in dich mit den Palmen in den Himmel wachsen.

14 Gepflanzt im Haus' des Herrn, gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.
- O ja, Herr, lass die Wurzeln meiner Sehnsucht in deine nährende Herrlichkeit hineinfinden und lass mein Leben zu einem Vorhof deiner Gegenwart werden.

15 Sie tragen Frucht noch im Alter und bleiben voll Saft und Frische;
- Herr, lass mein Leben dir entgegenreifen, dass alle Schritte, die ich unternehme, mich dir näher bringen und mich dir ähnlicher werden lassen.

16 sie verkünden: Gerecht ist der Herr; mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.
- So lass mein Sein zum Zeugnis dafür werden, dass ein Leben mit dir sinnvolles und heilendes Sein bedeutet. Ja, lass mich erleben und verkünden, dass, wer sich auf dich verlässt, wahre Erfüllung findet.

 

Nächster Kurzkommentar ab 11. Feb. 2012

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© Thomas Heck - Erstveröffentlichung auf www.steyler.org